Jetzt wieder Flattr? Warum das denn?

Ich ändere ja auch mal meine Meinung.

Ende vergangenen Jahres habe ich Flattr abgeschaltet und das ausführlich begründet. Knackpunkt: Für einen professionellen Schreiber wie mich hat dieser Mikro-Bezahldienst mit dem erzielten Aufkommen nur wenig Sinn. Zum 1. April gibt’s auf meinen Blogs – in erster Linie Augen geradeaus!, aber auch hier bei WiegoldZwo, außerdem auf meinem Mobilitäts-Blog urban mobil und meinem Fotoblog Orte/Places nun doch (wieder) einen Flattr-Button.

Und warum? Wirtschaftlich gesehen muss ich leider (vorerst) bei meinem Urteil bleiben: Der zusätzliche Aufwand von Erfassen, Umsatzsteuer berechnen und das ganze in meine Einnahmestruktur als freier Journalist einbauen, rechnet sich bislang nicht. Nun kann sich das ja noch ändern. Schauen wir mal.

Entscheidender aber war für mich, dass die Debatte über Publizieren im Netz und neue Vergütungsformen natürlich weiter geht und nicht zuletzt mit der Diskussion über ein Leistungsschutzrecht für Verlage (und dem Beschluss der schwarz-gelben Koalition dazu) noch mehr an Fahrt aufgenommen hat. Vor dem Hintergrund scheint es wieder sinnvoller, Alternativen der Finanzierung eine Chance zu geben. Nicht dass es den Jungs von Flattr in Schweden besonders auffiele, wenn da ein kleiner Blogger in Deutschland jetzt doch wieder einen Flattr-Button auf seinen Seiten einbaut. Aber vielleicht bin ich ja damit einer von ein paar Tausend oder mehr. Wäre doch schön.

(P.S.: Danke vor allem an J. für das lange Gespräch darüber, das mich manche Dinge anders sehen ließ.)

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Über wiegold

Thomas Wiegold
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Eine Antwort zu Jetzt wieder Flattr? Warum das denn?

  1. Daniel Luecking schreibt:

    🙂 Guter Ansatz!

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