Weil wir es nicht können.

Einfach mal um es festzuhalten: Für die Aschewolke des isländischen Vulkans mit dem unaussprechlichen Namen können die hiesigen Flughafenbetreiber nichts. Aber sie können sehr wohl etwas dafür, dass sie ihre Passagiere nicht so recht informieren.

Da hat der Flughafen München einen so genannten offiziellen Twitter-Kanal. Und nutzt den, um mitzuteilen, dass es demnächst irgendwelche Flüge in die Olympiastadt Sotschi geben wird. Oder dass der Flughafenlauf startet.

Wozu er ihn nicht nutzt: Zu der Mitteilung, dass der Luftraum über München heute nachmittag wegen eben dieser Aschewolke geschlossen wird.

Ich vermute ja: auf der Internet-Seite des Airports stehen die Informationen über annullierte Flüge nur deshalb, weil die Status-Meldungen der Anzeigetafeln automatisiert auf diese Seite weitergeleitet werden. (Immerhin gab’s auch, allerdings erst nach Beginn der Sperrung, eine Pressemitteilung. ) Aber der Twitter-Account gehört wahrscheinlich der Marketingabteilung. Und die hat nicht nur heute, Sonntag, frei. Sondern aus dem ersten Flugchaos wg. Vulkanasche nix gelernt.

Vielleicht sollte man solchen Leuten gar nicht erst Twitter erlauben. Weil die es nicht können.

(Übrigens: wie es geht, zeigt Eurocontrol.)

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Thomas Wiegold
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