Bewegt Bild?

Ich weiß ja, warum ich vor Jahrzehnten, zu Beginn meines journalistischen Berufslebens, nicht zum Fernsehen gegangen bin. Der ganze Aufwand war mir irgendwie zu viel – nicht nur beim Dreh, sondern viel mehr noch hinterher beim Schneiden.

Aber in den Zeiten von Internet und Bewegtbildboom entkommt man dem ja nicht auf Dauer. Dass ich zu meinem jüngsten Geburtstag eine Flip-Videokamera geschenkt bekam, so eine für den dümmsten anzunehmenden User (das ist nicht abwertend gemeint, nur deskriptiv), hat mich bewegt, es doch mal zu versuchen. Zum Beispiel, das ist ja ziemlich einfach, mit dem zu Deokumentationszwecken abgefilmten Statement des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg:

Tja. Nun ist es ja nicht so, dass mir einfache Video-Möglichkeiten nicht schon zuvor zur Verfügung gestanden hätten – jede halbwegs akzeptable Digitalkamera für Stills, für normale Fotos, hat heutzutage eine Videooption. Genutzt habe ich das fast nie (kleine Ausnahme hier).

Weil… ja, weil der Arbeitsaufwand danach einfach zu groß ist. Video schneiden ist eine Aufgabe, in die man sich richtig kontemplativ rein versenken muss, wenn man seine potentiellen Zuschauer nicht gleich verscheuchen will (ich ahne ja, wie die Freunde der Menschen reagieren, die ich im Urlaub das Fürhstücksbuffet im Hotel abfilmen sah). Deshalb wird das wohl eine Ausnahme bleiben, dieser kleine Flirt zwischen mir und dem Bewegtbild. Oder doch nicht….?  Time will tell.

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Thomas Wiegold
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